Regeln für die Arbeit im Homeoffice

Was muss ich als Angestellter oder Angestellte wissen?

Wir stellen Ihnen die wichtigesten Fakts zum Thema Homeoffice zur Verfügung:

 

Zeiterfassung

Arbeitszeiterfassung gilt auch im Homeoffice, solange mit dem Arbeitgeber nichts anderes im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Zum einen dient es dem Schutz des Mitarbeitenden zum anderen ist es eine Kontrollmöglichkeit für den Arbeitgeber, ob die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit erfüllt wurde. Ausserdem können vom Arbeitgeber auch feste Zeiten bezüglich der Erreichbarkeit festgelegt werden z.B. telefonische Erreichbarkeit, Reaktionszeit auf Emails, Zeitfenster für Onlinemeetings, etc.

Die Kontrolle der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber darf nur über solche Mittel erfolgen und darf keinesfalls die Geheim- oder Privatsphäre des Arbeitnehmenden verletzen.

Die gesetzlichen Ruhezeitbestimmungen gelten auch für Homeoffice.

 

Steuern

Steuerliche Abzüge können für vorübergehendes oder sporadisches Homeoffice nicht geltend gemacht werden. Grundsätzlich gilt, wenn der Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt und wenn zuhause ein eigens für berufliche Zwecke geschaffener Raum zur Verfügung steht, (dieser darf z.B. nicht nebenbei noch als Gästezimmer genutzt werden) der regelmässig (d.h. min 2 Tage pro Woche) für Berufsarbeiten genutzt wird, kann ein Abzug in der Steuererklärung geltend gemacht werden. 

Nicht klar geregelt ist momentan, was gilt, wenn Arbeitgeber die Büroräumlichkeiten und die Anzahl Arbeitsplätze reduzieren und nur noch ein bestimmter Prozentsatz der Mitarbeitenden gleichzeitig im Büro arbeiten kann.

Eine Verpflegungskostenabzug kann leider nicht geltend gemacht werden. Genauso wie der Abzug für den Arbeitsweg.

Fazit: Homeoffice hat steuertechnisch momentan keine Vorteile. Allerdings könnte sich dies bald ändern.

 

Versicherung

Der Unfallversicherungsschutz gilt auch für Homeoffice. Ab einem wöchentlichen Arbeitspensum von 8 Stunden ist man zusätzlich gegen Nichtberufsunfälle durch den Arbeitgeber versichert. Bei Homeoffice ist zwar die Abgrenzung zwischen Betriebs- und Freizeitunfall nicht immer einfach, eine Versicherungslücke ergibt sich daraus allerdings nicht.

Wer in der Schweiz wohnt und arbeitet ist nach wie vor sozialversichert. Eine Ausnahme besteht bei Grenzgängern. Wer über ein Viertel der Arbeitszeit im ausländischen Zuhause verbringt unterliegt dem Sozialversicherungssystem des Heimatlandes.

 

Datenschutz und Geheimhaltung 

Auch für Homeoffice gelten die Bestimmungen zu Geheimhaltung und Datenschutz. Die Kosten für zweckmässige Massnahmen trägt der Arbeitgeber. Besprechen Sie diese mit dem Arbeitgeber.

 

Infrastruktur im Homeoffice

Wenn kein Arbeitsplatz vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird, muss der Arbeitgeber die Kosten für die nötige Infrastruktur im Homeoffice übernehmen. Dazu gehören neben Geräte wie Computer, Drucker und Telefon auch ergonomische Büromöbel – sowie wenn ein eigens dafür genutzer Raum angemietet werden muss, eine Beteiligung an den Mietkosten.

 

Tipps für die Arbeit im Homeoffice: 

  • Erstellen sie sich eine To-Do Liste für jeden Tag
  • Vergessen Sie die Pausen nicht, ein bisschen Bewegung und Frischluft gibt neue Energie
  • Legen Sie klare Arbeitszeiten fest, das gibt Struktur
  • Schaffen Sie sich einen festen Arbeitsplatz, am besten so gut wie möglich abgegrenzt vom Rest der Wohnung - sie arbeiten defintiv konzentrierter und sind produktiver
  • Feierabend ist Feierabend - keine Mails, keine geschäftlichen Telefone mehr
  • Kleiden sie sich angemessen in der üblichen Arbeitskleidung. Das hilft den Arbeitsmodus einzulegen und sich richtig zu fokussieren
  • Achten Sie auf einen ergonomischen Arbeitsplatz, das beinhaltet neben der Hardware wie ein geeigneter Bürostuhl, Schreibtisch und Maus, Tastatur, Bildschirm auch die richtige Sitzposition, Lichtverhältnisse, Raumklima etc.

 

Firmen mit Teilzeitkarriere

swisscom

Die Post

Share This

 
 
 
twittericon