Posts from 2020-02-06

Die Kehrseite der Medaille

Wir lieben Teilzeit! Doch wer Teilzeit arbeitet, sollte sich auch zwingend Gedanken über seine finanzielle Absicherung im Alter machen.

Denn Teilzeit = Vorsorgelücke.

Deshalb raten wir euch sich gut mit dem Thema Vorsorge und den Möglichkeiten die finanziellen Lücken zu schliessen auseinanderzusetzen. Wir haben für euch eine Übersicht der Möglichkeiten zusammengestellt. 

Sucht euch teilzeitfreundliche und zukunftsorientierte Arbeitgeber 

Es lohnt sich einen kritischen Blick in das Vorsorgereglement des zukünftigen Arbeitgebers zu werfen. Gerade bei kleineren Pensen ist dies enorm wichtig. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer erst ab einem Mindestlohn von 21’330 CHF Brutto in die Pensionskasse aufnehmen müssen. Wer darunter fällt sollte prüfen, ob der Arbeitgeber auch tiefere Löhne bereits versichert. Und dann wäre da noch der Koordinationsabzug, der vom Einkommen abgezogen wird und so den versicherten Lohn ermittelt. Bei voll abgezogenem Koordinationsabzug haben Teilzeitangestellte enorme Einbussen. 


Würde man beispielsweise mit einer 60% Teilzeitstelle 35´000 CHF im Jahr verdienen, bleibt mit einem voll abgezogenen Koordinationsabzug von 24´675 CHF (35'000 minus 24'675 CHF) gerade einmal ein versicherter Lohn von 10´325 CHF bei der Pensionskasse. Durch einen, im Verhältnis zum Pensum, angepassten Koordinationsabzug verbessert sich die Situation deutlich. Bei unserem Beispiel erhöht sich der versicherte Lohn bereits knapp auf das Doppelte, nämlich auf 20´195 CHF (35´000 minus 14´805 CHF).


Arbeitgeber, die den Koordinationsabzug dem Pensum entsprechend anpassen oder auf den Koordinationsabzug gänzlich verzichten wie z.B Swisscom, sind teilzeitattraktive Arbeitgeber! 

Säule 3a nicht vergessen

Trotz solch teilzeitfreundlicher Pensionskassenmodelle ist die Vorsorge über die 2. Säule allein meist ungenügend. Deshalb empfehlen wir dringend allfällige Lücken zusätzlich durch Einzahlungen in die 3. Säule zu schliessen. Jeder der ein AHV pflichtiges Einkommen hat, darf grundsätzlich in die Säule 3a einzahlen. Es empfiehlt sich jeweils den möglichen Maximalbetrag einzuzahlen, zumal dieser dann vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden darf. 

Meidet AHV-Beitragslücken

Teilzeitarbeitende bekommen nur selten die volle Maximalrente von 2370 CHF, denn dazu müssten sie im Schnitt mindestens 85'320 CHF jährlich verdienen und eine lückenlose Beitragsdauer vorweisen. In die AHV müssen mindestens 482 CHF jährlich einbezahlt werden. Fehlende Beitragsjahre gilt es zu vermeiden, denn pro Jahr schmälert sich die Rente dadurch bereits um 2.27%.  Das Positive daran, es gibt noch Chance zu handeln: Beitragslücken können mit einer Frist von 5 Jahre nachgezahlt und geschlossen werden. 

Firmen mit Teilzeitkarriere

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