Teilzeit Blog

Frauenanteile in Schweizer Geschäftsleitungen - die aktuelle Liste 2020

Welches Unternehmen hat den höchsten Frauenanteil im Kader? Wer ist Branchenleader? Und welche Firmen haben reine Männergremien?

Wie ihr wisst haben wir 2017 unser zweites Standbein, das Beratungsunternehmen DOIT-smart gegründet, um Firmen bei der Umsetzung ihrer Gender Diversity Strategien zu unterstützen. Im zwei Jahres Rhythmus recherchieren wir die Frauenanteile in den Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten Schweizer Unternehmen und vergleichen die einzelnen Branchen. In der neusten Auflage sind es bereits über 260 Firmen in vielen verschiedenen Branchen. Seid ihr gespannt auf das Ergebnis? Dann dürft ihr miträtseln, wir haben die Antworten in einem kleinen Quiz verpackt.

HIER GEHT`S ZUM QUIZ

Einen detaillierten Bericht über die Ergebnisse findet ihr hier!

Ganz spannend sind die Liste der Männerkonzerne und Diversity Stars in der Schweiz.

P.S: Wisst ihr, dass unbewusste Stereotype #unconsciousbias ein wichtiger Schlüssel für Diversität und Inklusion ist! Wir bieten diverse physische und digitale Ausbildungsformate an. Neu auch ein e-learning für 99 CHF. Weitere Infos hier

Was bleibt vom Lockdown?

Verändert das Covid-19-bedingte Home-Office die Unternehmen nachhaltig?

Umfrageergebnisse der letzten Wochen (vgl. hierzu auch) machen deutlich, die Umstellung auf Home-Office ist der Mehrheit der Arbeitnehmenden gut bis sehr gut gelungen. Die Produktivität ist vorhanden, wenn nicht besser, die Zufriedenheit ist hoch und der Wunsch auch nach des Lockdowns - zumindest teilweise - diese Art der Arbeitsorganisation beizubehalten durchaus vorhanden.  

Die vergangenen Wochen haben einen enormer Digitalisierungsschub gebracht. Jetzt liegt es in der Hand der Unternehmen diesen weiter auszubauen. Home-Office Regelungen existierten in viele Unternehmen bereits seit Jahren, jedoch etabliert und forciert haben es die wenigsten. Einerseits mangelte es an Infrastruktur und digitalen Kompetenzen, andererseits waren Vorbehalte, ob effizientes Arbeiten von zu Hause aus möglich ist, weit verbreitet. Covid-19 hat in kürzester Zeit die Art und Weise wie wir arbeiten grundlegend verändert und gezeigt dass es funktioniert. 

Die Fähigkeit sich schnell auf neue Situationen anpassen zu können, ist auch für die Zukunft erfolgsentscheidend. Deshalb sollte nach Corona keine Rückkehr zur alten Normalität erfolgen, sondern ein «New Normal» des flexiblen Arbeitens definiert werden. Auch seitens der Arbeitnehmenden wird der Druck jetzt steigen, Homeoffice und andere flexible Arbeitsmodelle als gleichberechtigte oder sogar als Standardarbeitsformen zu etablieren - vor allem im Wettbewerb um gute Fachkräfte ein in Zukunft noch entscheidenderer Faktor. 

Welche Veränderungen haben die Lockdown Massnahmen in Ihrem Unternehmen gebracht? Wie wirken diese zukünftig? 

Bitte beantworten Sie unsere drei Fragen zum Lockdown Effekt auf Home Office und Teilzeit.

Hier geht´s zur Umfrage

Das Schweizer Fernsehen geht der Frage nach, inwiefern Unternehmen, die sich öffentlich für Gleichstellung, Diversity und damit auch ein Teilzeitpensum für Männer/Väter einsetzen, das in Realität auch umsetzen. 

Wer hat Erfahrung damit gemacht oder kennt jemanden, der erlebt hat, dass bei einem Antrag auf Teilzeitarbeit das Unternehmen sehr zögerlich darauf eingegangen ist, Steine in den Weg gelegt hat, allenfalls das klare Signal kam, dass mit einem Teilzeitpensum die Karriereleiter nicht weiter nach oben führen würde? Und welches Unternehmen kennt das Problem, gegen aussen ist Gleichstellung für Frauen und Männer toll, in Realität dann schwierig umzusetzen? Oder im Gegenteil: Bei welchem Unternehmen klappt das sehr gut? Betroffene können sich bei senta.keller@srf.ch melden – gerne auch anonym.

Homeoffice 1x1

Da ist er, der Durchbruch von Homeoffice! Seit Beginn der Corona Krise ist Homeoffice quasi über Nacht zur neuen Normalität geworden. Die plötzliche Umstellung hat Arbeitgebende und Arbeitnehmende anfänglich ordentlich ins Rotieren gebracht. Die nötige Infrastruktur musste bei vielen Firmen, die sich erst teilweise oder noch gar nicht damit auseinandergesetzt hatten im Eiltempo auf die Beine gestellt werden. Verhaltensregeln und Datensicherheitskonzepte erst erarbeitet werden. Auf Arbeitnehmerseite forderten Schulschliessungen und Homeschooling dem familiären Organisationsmanagement einiges ab. 

Für Unternehmen und Angestellte stellen sich damit auch etliche arbeitsrechtliche Fragen. Welche steuerlichen Auswirkungen hat Homeoffice? Was ist absetzbar und was muss beachtet werden?

Unser Homeoffice Quiz verrät Euch die wichtigsten Fragen und Antworten dazu.

Hier geht´s zum Quiz

Wir bieten Ihnen Unterstützung bei Flexwork & Homeoffice

In Zeiten der Corona Krise stehen viele Unternehmen vor grossen Herausforderungen. Falls Sie Homeoffice und Flexwork noch nicht zu ihren etablierten Arbeitsformen zählen unterstützen wir Sie gerne in dieser anspruchsvollen Zeit.

Mit über 10jähriger Erfahrung in Sachen Flexwork, Teilzeitarbeit und Homeoffice mit der Teilzeitkarriere.ch, dem TEILZEITMANN und DOIT-smart sind wir Profis auf dem Thema und bieten Ihnen gerne unsere Unterstützung zu den Themen Flexwork, virtuelle Teamführung und Kommunikation an. 

Bis 31.3.2020 stellen wir Ihnen unser Knowhow kostenlos zur Verfügung! 

Ist das für Sie oder eine(n) anderen Ihnen bekannte*n Head HR interessant? Suchen Sie zu einem anderen Thema, wie z.B. Care Angebot für die Kinder oder Eltern Ihrer Mitarbeitenden Unterstützung? Oder ist nun ein geeigneter Zeitpunkt für Teilzeit auf Probe und Sie benötigen Hilfe bei der Umsetzung? 

Dann melden Sie sich bei uns unter +41 44 500 27 70 oder buchen Sie direkt einen 30-minütigen Slot online

Wir wünschen Ihnen viel Energie für die aktuelle Situation und bleiben Sie gesund!

Corona Familienzeit

Aussergewöhnliche Situationen haben auch ihre Vorteile: Endlich dürfen wir Homeoffice machen! Einige Betriebe gehen in Kurzarbeit, was konkret heisst: 

Viel Familienzeit!

Auch die Schulen haben für mind. vier Wochen geschlossen und die Freizeitangebote fallen weg. Wir Familien werden in den nächsten vier Wochen auf das Äusserste gefordert sein. 

Liebe Väter, nützt diese einmalige Chance um Euch zuhause einzubringen. Seid, wie im Beruf, nun zuhause die Organisationstalente! Organisiert Homeschooling, Skypesessions mit anderen Kindern, seid kreativ und realisiert Projekte im Haus. Startet mit den Kindern gemeinsam ein Corona-Projekt. Lernt zu kochen (wer es noch nicht kann), kauft Rotwein ein, veranstaltet Familienparties, geht auf virtuelle Reisen oder baut eine Zeltstadt zuhause. 

Bietet älteren Menschen in eurem Mehrfamilienhaus oder in der Nachbarschaft Hilfe an. Geht auf den Balkon und macht Musik mit Euren Kindern!

Teilt die Familienaufgaben gerecht unter Euch auf und versucht auch die schönen Seiten zu finden, bzw. zu geniessen!

Herzlich – Euer Teilzeitmann.ch

Andy Keel

Ps: Meine Exfrau und ich teilen uns die Wochen auf, ich werde Homeschooling Trainer in KW13 und 15 sein. Das Corona-Projekt von meinem Sohn ist ein e-Gocart, zusammengesetzt aus einem alten Hoverboard

Welche Ideen habt ihr?

Die Kehrseite der Medaille

Wir lieben Teilzeit! Doch wer Teilzeit arbeitet, sollte sich auch zwingend Gedanken über seine finanzielle Absicherung im Alter machen.

Denn Teilzeit = Vorsorgelücke.

Deshalb raten wir euch sich gut mit dem Thema Vorsorge und den Möglichkeiten die finanziellen Lücken zu schliessen auseinanderzusetzen. Wir haben für euch eine Übersicht der Möglichkeiten zusammengestellt. 

Sucht euch teilzeitfreundliche und zukunftsorientierte Arbeitgeber 

Es lohnt sich einen kritischen Blick in das Vorsorgereglement des zukünftigen Arbeitgebers zu werfen. Gerade bei kleineren Pensen ist dies enorm wichtig. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer erst ab einem Mindestlohn von 21’330 CHF Brutto in die Pensionskasse aufnehmen müssen. Wer darunter fällt sollte prüfen, ob der Arbeitgeber auch tiefere Löhne bereits versichert. Und dann wäre da noch der Koordinationsabzug, der vom Einkommen abgezogen wird und so den versicherten Lohn ermittelt. Bei voll abgezogenem Koordinationsabzug haben Teilzeitangestellte enorme Einbussen. 


Würde man beispielsweise mit einer 60% Teilzeitstelle 35´000 CHF im Jahr verdienen, bleibt mit einem voll abgezogenen Koordinationsabzug von 24´675 CHF (35'000 minus 24'675 CHF) gerade einmal ein versicherter Lohn von 10´325 CHF bei der Pensionskasse. Durch einen, im Verhältnis zum Pensum, angepassten Koordinationsabzug verbessert sich die Situation deutlich. Bei unserem Beispiel erhöht sich der versicherte Lohn bereits knapp auf das Doppelte, nämlich auf 20´195 CHF (35´000 minus 14´805 CHF).


Arbeitgeber, die den Koordinationsabzug dem Pensum entsprechend anpassen oder auf den Koordinationsabzug gänzlich verzichten wie z.B Swisscom, sind teilzeitattraktive Arbeitgeber! 

Säule 3a nicht vergessen

Trotz solch teilzeitfreundlicher Pensionskassenmodelle ist die Vorsorge über die 2. Säule allein meist ungenügend. Deshalb empfehlen wir dringend allfällige Lücken zusätzlich durch Einzahlungen in die 3. Säule zu schliessen. Jeder der ein AHV pflichtiges Einkommen hat, darf grundsätzlich in die Säule 3a einzahlen. Es empfiehlt sich jeweils den möglichen Maximalbetrag einzuzahlen, zumal dieser dann vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden darf. 

Meidet AHV-Beitragslücken

Teilzeitarbeitende bekommen nur selten die volle Maximalrente von 2370 CHF, denn dazu müssten sie im Schnitt mindestens 85'320 CHF jährlich verdienen und eine lückenlose Beitragsdauer vorweisen. In die AHV müssen mindestens 482 CHF jährlich einbezahlt werden. Fehlende Beitragsjahre gilt es zu vermeiden, denn pro Jahr schmälert sich die Rente dadurch bereits um 2.27%.  Das Positive daran, es gibt noch Chance zu handeln: Beitragslücken können mit einer Frist von 5 Jahre nachgezahlt und geschlossen werden. 

10 Jahre Teilzeitkarriere - ein persönlicher Rück- und Ausblick von Andy Keel

Als alles begann war mein Sohn ein Baby und ich Teilzeitmann, respektive später dann auch Hausmann. Es lassen sich nicht viele Parallelen finden in der Entwicklung von ihm und dem Thema Flexwork in der Schweiz. ? Es gibt Tage, da sehe ich die Veränderung unserer Arbeitswelt. Und es gibt Tage, an denen ich realisiere, dass wir noch fast auf dem gleichen Stand wie vor 10 Jahren sind. Insbesondere dann, wenn wieder einmal Horden von Corporates durch unseren Coworking Space wie durch einen Zoo spazieren und sich nicht vorstellen können, dass man so arbeiten kann. 

Unser Angebot ist noch das gleiche wie vor 10 Jahren: 

Qualifizierte Teilzeitjobs

Begonnen haben wir mit 10-30 Jobs, heute sind es über 25'000 Teilzeitjobs täglich. Seit 10 Jahren sind wir eigentlich die einzige Interessensvertretung für sage und schreibe 1.7 Mio Teilzeit-Arbeitende Menschen in der Schweiz. Wir sind Vizeweltmeister der Teilzeitnationen. 

Megatrend Teilzeitmann

2012 startete unser Megaprojekt der Teilzeitmann.ch. Als wir unsere Vision 20% Teilzeitmänner im Jahr 2020 formuliert haben, wurden wir oftmals belächelt. Heute stehen wir bei 18% - Ziel also nur knapp verfehlt ?. Das sind aber immerhin 107’000 Männer zusätzlich in Teilzeit. Wir wollen uns hier nicht mit fremden Federn schmücken, aber wir behaupten mit über 1000 Medienartikeln und unserer Tour in rund 130 Unternehmen einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet zu haben. Teilzeit für Männer ist salonfähig geworden!  

Präsenzkultur

Kaum zu glauben, aber man muss sich einmal vorstellen, als wir begonnen haben gab es noch kein Iphone, Dropbox, usw. Heute stehen uns Cloudservices kostenlos und flächendeckend zur Verfügung. Alle könnten mobil und flexibel arbeiten. Die Unternehmenskulturen haben sich allerdings weniger rasant entwickelt – in vielen Unternehmen sind Homeoffice und flexible Arbeitszeiten noch in weiter Ferne, geschweige denn zeitgemässe Arbeitsformen mit Stories und Tasks statt Emails und Excellisten. Auch heute gilt noch: wer zuerst + zuletzt im Büro = fleissig. Dabei ist die Messgrösse «Stunden» zur Beurteilung von Output für «Bildschirm-Arbeitende» eine denkbar schlechte. 

In a nutshell bedeutet das für Arbeitnehmende: Sucht Euch «moderne» Arbeitgeber!

Das Diversity Game gewinnen wir mit Fairness

Aller guten Dinge sind Drei! 2017 kam DOIT-smart – die Gender Diversity Unternehmensberatung – dazu. In rund 2 Dutzend Unternehmen haben wir seit da gewirkt (do it). Die Schwerpunkte gelten dem Begegnen von Unconscious Bias sowie dem Redesign vom Beförderungs- und Rekrutierungsprozess. Diese Prozesse sind vielerorts Heiligtümer wie die Migros. Nichts desto trotz, es bewegt sich etwas und mit 20% Teilzeitmännern und 41% bzw 28% National- und Ständerätinnen wird die Veränderungsgeschwindigkeit zunehmen. Je mehr Männer das erfahren was Frauen seit Jahrzehnten erleben, umso eher schmiedet sich eine

Allianz der Fairness

Der Vaterschaftsurlaub ist auf gutem Weg - dringend benötigt wird eine Elternzeit wie in AT und DE damit auch Männer schwanger werden können, sowie flächendeckende Kinderkrippen und Tagesschulen. Weitere politische Themen sind anteilsmässige BVG Koordinationsabzüge, sowie ein Verbot von Genderpricing. (zb in den Krankenkassen und KKTG Versicherungen). 

Ausblick

Wir – die Teilzeit AG – bleiben aktiv in der Beratung von flexiblen Arbeitszeitmodellen und #Genderdiversity. Und auch weiterhin werden wir, zusammen mit der X28 AG, hunderttausenden Teilzeitstellensuchenden kostenlos täglich die bestens Teilzeitjobs zur Neuorientierung bereitstellen.

Für mich persönlich ist es nun Zeit einen Schritt zurück in die zweite Reihe zu nehmen. Als Verwaltungsrats- und Vereinspräsident möchte ich weiterhin die Teilzeit und Diversity Fahne hoch tragen, allerdings werde ich 2020 die operative Führung und Anteile der Teilzeit AG in neue Hände geben. Wer weiss, vielleicht findet sich ja unter den 12'000 Leser/innen von diesen Zeilen ein/e (Mit-) Unternehmer/in. 

Ich danke Euch für Euer Vertrauen die letzten 10 Jahre und wünsche eine schöne Weihnachtszeit. 

Herzlich

Euer

Andy Keel

Teilzeit 1x1

Teilzeitarbeit ist in der Schweiz sehr beliebt. Die Schweiz ist Vizeweltmeister der Teilzeitnationen (Quelle BFS). Flexible, individuelle und mobile Arbeitszeitmodelle sind gefragt und wer auf dem heutigen Arbeitsmarkt gute Fach- und Führungskräfte rekrutieren möchte, kann sich diesem Trend nicht entziehen.

Die zunehmende Nachfrage nach Teilzeitstellen hängt vor allem mit den veränderten Realitäten in unserer Gesellschaft und in der Arbeitswelt zusammen. 

Aber warum sollte man überhaupt darüber nachdenken Teilzeit zu arbeiten? Worauf muss ich achten? Und warum profitiert nicht nur Ihr, sondern auch Eure Partnerschaft und die ganze Familie von Teilzeitarbeit? 

Wir haben für Euch eine Reihe von Argumenten zusammengestellt, warum es sich lohnt den Vollzeitjob an den Nagel zu hängen. Ihr findet sie hier.

Ausserdem haben wir Euch eine Art «Fahrplan» zusammengestellt. Wie überzeuge ich zum Beispiel meine/n Chef/in von meinem Vorhaben ein Teilzeitmann oder Teilzeitfrau zu werden? Worauf muss ich achten und wie bin ich versichert? 

All das und noch viel mehr findet Ihr in unserem Teilzeitratgeber

Führung in Teilzeit mit Jobsharing

Flexiblen Arbeitszeitmodellen gehört die Zukunft. In diesem Zusammenhang werden auch Jobsharing Stellen immer gefragter.

Fortschrittliche Unternehmen nutzen dies, um auf dem Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Talente zu binden. Gerade in Bezug auf berufstätige Mütter mit Kinderwunsch ist es wichtig solche Modelle anzubieten und damit auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Talente zu binden ist in Zeiten des Fachkräftemangels entscheidend. Hochqualifizierte Frauen verlassen oftmals das Unternehmen, weil die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht gegeben ist. Jobsharing Modelle bieten hier eine gute Lösung, um Teilzeitstellen mit Führungsverantwortung anzubieten. Das ermöglicht Frauen einen schnellen Wiedereinstieg ohne Karriereknick.

Hier ein schönes Beispiel zu Jobsharing in Führungspositionen:

IWB - JOBSHARING

Viele Unternehmen sind noch sehr zögerlich was Jobsharing Modelle anbelangt. Zu teuer und vor allem ein zu hoher Zeit- und Koordinationsaufwand sind meist die Argumente.Doch in Zeiten stetig wachsender Informationstechnologien optimiert sich der Koordinations- und Kommunikationsaufwand immer mehr. Die Umsetzung ist anfangs vielleicht nicht immer einfach, aber ein gut eingespieltes Team ergänzt sich bestens und potenziert Produktivität, Flexibilität, Erfahrung und Effizienz für das Unternehmen. 

Absolute Profis auf dem Thema ist das Team von Go-for-jobsharing. Sie vermitteln durch praktische Instrumente das nötige Knowhow zur Umsetzung von Jobsharing- und Topsharing-Modellen auf mittlerer und höherer Management-Ebene.

Professionelle Jobsharing Plattformen wie www.wejobshare.ch helfen Dir dabei den geeigneten Partner/in mit similärem oder komplementärem Profil zu finden.

Auch Teilzeitkarriere hat eine kleine aber feine Rubrik Jobsharing. Hier findet Ihr wertvolle Informationen rund um das Thema und eine Jobsharing Stellenbörse.

Vaterschaftsurlaub: wo stehen wir denn jetzt?

Während in der EU der bezahlte Vaterschaftsurlaub oder die zwischen den Ehepartnern aufteilbare Elternzeit längst zur Selbstverständlichkeit geworden ist, glänzt die Schweiz mit negativ Beispiel. Wer im Gesetzestext nach Vaterschaftsurlaub sucht, der wird nicht fündig, denn es gibt ihn de facto nicht! Arbeitgeber müssen den Arbeitnehmern nur die üblichen freien Stunden bzw. Tage für familiäre Ereignisse gewähren. Wir sprechen hier von 1-3 Tagen, welche dann im Arbeitsvertrag geregelt sind. Mittlerweile gehen aber immer mehr Unternehmen dazu über, werdenden Vätern mehr freie Tage zu gönnen um den Bedürfnissen der heutigen Elterngeneration gerechter zu werden. Generell setzen sich 5-10 freie Tage (= 1-2 Wochen) durch. 

 

Bezahlter Vaterschaftsurlaub in ausgewählten Schweizer Firmen

Quelle: Handelszeitung

 

Die Schweiz ist europaweit das einzige Land, das weder den Vaterschaftsurlaub noch den Elternurlaub kennt! Quelle: watson

Längst fällig ist allerdings eine gesetzliche Regelung für den Vaterschaftsurlaub. Das scheint jedoch die Landesregierung anders zu sehen. Im vergangenen Jahr wurde die eingereichte Volksinitiative für einen Vaterschaftsurlaub von 20 Tagen - einzeln und flexibel zu beziehen im 1.Lebensjahr des Kindes - vom Bundesrat ohne Gegenvorschlag abgelehnt. Die Sozialkommission des Ständerats (SGK-S) lehnte die Initiative ebenfalls ab, stellte aber immerhin einen indirekten Gegenvorschlag eines 10-tägigen Vaterschaftsurlaubs. Dieser ging dann in die Vernehmlassung, wurde vom Bundesrat aber erneut abgelehnt. Der Ständerat hat im vergangenen Juni die Vaterschaftsurlaubs-Initiative von 20 Tagen ebenfalls abgelehnt, dem Gegenentwurf mit 10 Tagen jedoch zugestimmt. Letzte Woche hat nun die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) über den gesetzl. Vaterschaftsurlaub beraten und die Initiative abgelehnt. Am Gegenentwurf mit 10 Tagen hält sie fest.

Nun hängt es vom Nationalrat ab, der voraussichtlich in der Herbstsession über den Gegenentwurf entscheidet. Die FDP-Fraktion müsste geschlossen Nein stimmen um den 10 tägigen Entwurf zu verhindern, was eher unwahrscheinlich ist. Da der Gegenvorschlag indirekt ist, wird das Stimmvolk nicht zwingend an der Urne darüber entscheiden. Wenn das Parlament ihm zustimmt, tritt das Gesetz automatisch in Kraft. Gesetz den Fall, dass die Volksinitiative (über die in der Wintersession entschieden wird) abgelehnt oder zurückgezogen wird. Es könnte jedoch das Referendum ergriffen werden. 

Es bleibt also weiter spannend, aber es tut sich mit schweizerischem Tempo etwas! 

Update vom 11.September 2019

Auch der Nationalrat hat sich für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen und lehnte gleichzeitig die Volksinitative ab. Falls die Volksinitiative zurückgezogen wird und kein Referendum gegen den indirekten Gegenentwurf des Parlaments ergriffen wird, so wird der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub voraussichtlich auf 1.1.2021 in Kraft treten.

Update vom 2.Oktober 2019

Das Initiativkomitee der Volksinitiative hat das Volksbegehren nach einem 4 wöchigen Vaterschaftsurlaub zurückgezogen. Sofern kein Referendum zustande kommt, steht Vätern künftig 2 Wochen Vaterschaftsurlaub zu.

 

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