Zeit-Mann-Ager

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Als Raumplaner bin ich ein Profi im Zeit-Management. Timing ist mein Job - aber mein Papatag ist nicht verhandelbar! Denn nichts ist mir so wichtig wie die Zeit, die ich mit meinem Sohn teile.

 

Simon Schmid, 33,
Zürich

 

 

 



«Timing ist wichtig. Und mein Papatag ist mir heilig.»

«Ich arbeite als Projektmanager in einem Planungsbüro. Zeit-Management ist in meinem Beruf das A und O. Ich habe also täglich mit Terminen und Plänen zu tun. Aber mein Papatag ist nicht verhandelbar! Denn nichts ist mir so wichtig wie die Zeit, die ich mit meinem Sohn teile. Er ist jetzt sechs Monate alt. Es war für mich immer klar, dass ich als Vater von Anfang an Zeit mit ihm verbringen wollte. Meine Partnerin arbeitet ebenfalls in einem Teilzeitpensum (70%). Drei Tage pro Woche wird der Bub in der Kita betreut.

Schon für meine Weiterbildung zum MAS in Gemeinde- Stadt und Regional-Entwicklung habe ich zwei Jahre lang 80 Prozent gearbeitet. Diese Erfahrung war sehr gut. Damals war ich noch Architekt in einem Architekturbüro. Jetzt arbeite ich als Raumplaner und Berater, und auch mein neuer Arbeitgeber ist zu Teilzeit positiv eingestellt. Das ist natürlich wichtig, denn Teilzeit wollen ist das eine, können das andere. Mein Unternehmen unterstützt mich darin, Familie und Beruf zu vereinbaren. So klappte es auch reibungslos, als ich meinen Wunsch kommunizierte, mein Pensum auf 80 Prozent zu reduzieren.

Ganz ohne Widerstand geht es natürlich dann doch nicht. Durch die geringere Zahl von Arbeitstagen steigt der Druck. Es fehlt manchmal ein Tag, gerade wenn es viel zu tun gibt. Wenn ein Projekt einen Peak hat, logge ich mich auch mal am Abend ein - oder sogar an meinem Freitag. Paradoxerweise steigt die zusätzliche Belastung pro Arbeitstag, denn die Termine und Meilensteine sind einzuhalten.

Die Rechnung geht am Schluss auf: Für mich, die Familie – und auch für die Firma. Manchmal muss man einfach etwas mehr planen, aber das ist ja mein Job, das kann ich. Es braucht schon eine Konsequenz, dass der Donnerstag arbeitsfrei bleibt. Am Ende der Woche bleibt der Mehrwert der Teilzeit. Ein Tag mit meinem Sohn hat eine ganz andere Qualität als ein Tag am Wochenende. Das wichtigste ist für mich, meine Zeit dem Kind zu geben. Nichts ist so wertvoll. Die Zeit als Familienmann ist auch Zeit, die ich wirklich geniessen kann. Und sie lässt sich mit nichts kompensieren.»

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