6. Argumente erstellen

Es gibt viele Argumente, die für ein Job Sharing sprechen, auch aus Sicht der Arbeitgeber. Man hört jedoch auch sehr viele Einwände, Bedenken oder erfährt klare Ablehnung. Dies hängt nicht zwingend mit einer negativen Einstellung des HR-Managments zusammen sondern kann auch auf eine mangelnde Information hinweisen.

Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich so früh wie möglich mit den Pro- und Contra-Argumenten auseinandersetzen und klare Antworten geben können:

  • Die wichtigsten Pro-Argumente sind diejenigen, welche das Unternehmen bez. flexible Arbeitszeiten, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, karrierefördernde Weiterbildungsmodelle, etc. selber erarbeitet hat. Achten Sie diesbezüglich darauf, die Sprache des Arbeitgebers anzuwenden. Nutzen Sie die Worte, die das Unternehmen selber verwendet.
  • Bauen Sie die Argumentation für ein Job Sharing systematisch aus der Sicht des Arbeitgebers auf. Das Job Sharing muss primär ein Mehrwert für das Unternehmen sein.
  • Die Argumente müssen auf der professionnellen Ebene stich- und hiebfest sein. Persönliche Befindlichkeiten müssen vermieden werden, argumentieren Sie nie privat.
  • Listen Sie die Contra-Argumente ebenfalls auf und überlegen Sie sich was Sie darauf antworten könnnen. Setzen Sie sich mit der Argumentationsweise der Unternehmen auseinander, so sind Sie entsprechend gut für das Bewerbungsgespräch vorbereitet.

Häufige Einwände

Bei den Einwänden der Arbeitgeber ist zu unterscheiden zwischen der persönlichen Einstellung des/der Vorgesetzten oder HR-Managements uns solchen, die effektiv nicht in die Unternehmenskultur passen.

Im ersten Fall gilt es Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu leisten. Im zweiten Fall muss an der Personalpolitik und Unternehmenskultur gearbeitet werden, was bedeutende interne Veränderungen nach sich zieht und erst mittelfristig greift.

Zu den häufigsten Einwänden gehören:

  • Das passt nicht zu uns, zu unserer Unternehmenskultur.
  • Wenn ich Ihren Antrag bewillige, dann wollen das nachher alle so machen
  • Sie haben eine Führungsposition. Macht und Verantwortung kann man aber nicht teilen.
  • Sie haben eine Führungsposition. Eine Teilzeit, z.B. 4 Tage pro Woche, ist nicht mit Ihrer Position vereinbar.
  • Das gibt mir/uns doppelte Arbeit und Kontrolle.

Was können Sie tun?

Zeigen Sie die Stärke Ihres/eines Zweierteams im Job Sharing. Versichern Sie dem Arbeitgeber, dass Sie sich mit potentiellen Hindernissen schon befasst haben und erläutern Sie ihm Lösungsvorschläge die Sie partnerschaftlich entweder bereits erarbeitet haben oder erarbeiten werden.

Erstellen Sie Dokumente in denen Ihr Engagement in der Job Sharing Partnerschaft und gegenüber der Firma aufgeführt ist. Sie können auch einige Hinweise auf erfolgreiche Partnerschaften anfügen.

Es bedarf Mut, um unter den Vorreitern zu weilen. Lassen Sie dem Arbeitgeber Zeit, Ihre Offerte zu prüfen und anerkennen Sie, dass diese Arbeitsform sehr neu ist und Sie verstehen, dass diese mit Vorurteilen behaftet ist. Wenn Sie einmal die Zustimmung erhalten haben, geben Sie sich auch die notwendige Zeit und den Raum des gegenseitigen Lernens.

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